
Die Bedeutung seelischer Erkrankungen hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Mehr als jeder fünfte Erwerbstätige war 2006 mindestens einmal psychisch krank. Jeder siebte Patient war 2007 aufgrund seiner psychischen Krankheit arbeitsunfähig.
(vgl. TK Gesundheitsreport 2008)
Der Anstieg depressiver Erkrankungen verursacht hohe Kosten für das Gesundheitssystem; diese entstehen unter anderem durch Krankengeldzahlungen, Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentung. Davon abgesehen, kann die Depression gravierende Auswirkungen auf die betroffenen Personen und deren Leben haben. Dies reicht von Minderung der Lebensqualität und Erhöhung des Risikos, andere Krankheiten zu bekommen, bis hin zum Suizid oder Suizidversuch.
Auch das soziale Umfeld ist von der Depression betroffen. Hier gilt es, nicht nur die Betroffenen, sondern auch deren Angehörigen aktiv in den Behandlungsprozess einzubeziehen. Darüber hinaus muss in der Gesellschaft eine Sensibilität gegenüber dieser Erkrankung geschaffen werden, um erste Warnsignale rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.
Daher haben sich folgende drei große Aufgabenbereiche der Arbeitsgruppe „Depressive Erkrankungen“ herauskristallisiert:
Dabei sind die vorrangigen Ziele im Einzelnen:
Die Leitung der AG 3 wird durch das Referat 45, Psychiatrische Versorgung und Maßregelvollzug, des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit wahrgenommen.
Die Mitglieder der AG 3 stammen aus den Bereichen Öffentlicher Gesundheitsdienst (Gesundheitsämter, Sozialpsychiatrische Dienste, Psychiatriekoordinatoren), Krankenkassenverbände, Krankenkassen, Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, Landesärztekammer Thüringen, Fachärzte aus Thüringer Kliniken, Ostdeutsche Psychotherapeutenkammer, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Liga der Wohlfahrtsverbände, Fachhochschule Erfurt, dem Landesverband Thüringen der Angehörigen psychisch Kranker e.V. und dem Thüringer Landesverband der Psychiatrie-Erfahrenen.