Prävention von Diabetes Typ II im Erwachsenenalter

Die epidemiologische Datenlage zeigt, dass insbesondere Übergewicht und Bewegungsmangel das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken stark erhöht. Die Prävalenz und Inzidenzrate von Diabetes Typ II steigt in der heutigen Gesellschaft stetig.

Häufig treten mit dem Typ-2-Diabetes arterielle Hypertonie und Fettstoffwechselstörungen auf, die als metabolisches oder Wohlstands-Syndrom bezeichnet werden.
Folgekrankheiten wie Nierenerkrankungen bis hin zur Niereninsuffizienz, Gefäßkrankheiten im Allgemeinen und kardiovaskuläre Erkrankungen im Speziellen vermindern nicht nur die Lebensqualität deutlich, sondern können auch die Lebensdauer verkürzen.
Zudem entstehen durch die Behandlung von Diabetes Typ II und dessen Folgeerkankungen stetig steigende Kosten für das Gesundheitssystem.
Diese können durch gesundheitsfördernde und präventive Interventionen drastisch verringert werden. Gewichtsreduktion und vermehrte körperliche Aktivität wirken nicht nur Neuerkrankungen entgegen, sondern weisen vor allem in Frühphasen des Diabetes Typ II gute Behandlungserfolge vor.  

Folgende Teilziele wurden definiert:

  1. Risikopersonen müssen frühzeitig identifiziert werden.
  2. Risikopersonen müssen eine qualifizierte Beratung und Unterstützung erfahren.
  3. Personen mit einem deutlich erhöhten Risiko, an einem Diabetes mellitus zu erkranken, müssen einem organisierten und kontrollierten Interventionsprogramm (einheitliches und standardisiertes Präventionsprogramm mit definiertem Inhalt) zugeführt werden.