Kindes- und Jugendalter

Entwicklung und Festigung eines gesunden Lebensstils zur Prävention von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter

Die Entwicklung und Festigung eines gesunden Lebensstils im Kindes- und Jugendalter ist im Hinblick auf die aktuelle Datenlage von großer Bedeutung. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind heutzutage  übergewichtig, teils sogar adipös.
(KiGGS: Kinder zwischen 3-17 Jahren: Übergewicht: 15%, Adipositas: 6,3% )

Kinder übernehmen meist den Lebensstil, den sie in ihrer Kindheit und Jugend erlebt haben, und halten diesen auch im Erwachsenenalter aufrecht. Daher kann sich ein negativer Lebensstil, der durch Fehlernährung und Bewegungsmangel geprägt ist, festsetzen.
Das daraus resultierende Übergewicht, vor allem aber auch Adipositas, und Bewegungsarmut sind prädikative Faktoren für eine spätere Erkrankung an Diabetes Typ II.

Diese Entwicklung kann durch strukturiertes Vorgehen, vor allem in Form von Entwicklung gesundheitsförderlicher Rahmenbedingungen und Strukturen, und durch Beeinflussung des individuellen Lebensstiles gebremst, wenn nicht sogar verhindert werden.

Um den beiden Hauptrisikofaktoren entgegenzuwirken, wurden folgende übergeordneten Ziele definiert:

Langfristiges Ziel

Bis zum Jahr 2020 soll erreicht werden, dass das Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen im Alter bis zu 17 Jahren sowie der Anteil Übergewichtiger an den Altersgleichen nicht weiter ansteigt.

Mittelfristiges Ziel

Fehlernährungen und Bewegungsmangel sind reduziert.

Davon abgeleitet  wurden folgende Teilziele – nach den SMART-Kriterien -  formuliert:

  1. Ernährungspädagogische Angebote werden kontinuierlich in den Kita- und Schulalltag integriert
  2. Die Gemeinschaftsverpflegung für Kinder- und Jugendliche orientiert sich an den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  3. Bewegungsangebote und räumliche Voraussetzungen ermöglichen die bewusste Integration von Bewegung in den Alltag.
  4. Die personalen und sozialen Kompetenzen für einen gesundheitsförderlichen Lebensstil sind gestärkt.
  5. Risikopersonen für die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas sind rechtzeitig identifiziert.
  6. Interventionsangebote für Risikopersonen, Übergewichtige und Adipöse sind etabliert.



Standards und Selbstverständnis der AG-Arbeit:

 


Die Mitglieder der AG 1.1 stammen aus den Kommunalen Spitzenverbänden, Krankenkassen, dem Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD), Wohlfahrtsverbänden, freien Trägern  und der Universität Jena.