Kalender

Veranstaltungen 2011

Fachtagung "Perspektiven für Thüringen - Miteinander und Füreinander im Wohnquartier", 7. Dezember 2011

Der demographische Wandel ist umfassend und die Auswirkungen werden in naher Zukunft sehr viele Bereiche unserer Gesellschaft betreffen. Wohnquartiere und Wohnumfeld, mit entsprechenden generationsübergreifenden Versorgungsangeboten und kleinräumige Unterstützungsstrukturen werden in naherZukunft zu Schlüsselfaktoren für die Wohn- und Lebensqualität einer insgesamt älter werdenden Gesellschaft gehören. Deshalb müssen Quartiere -überschaubare, fußläufig erreichbare Nachbarschaften - mit hoher ldentifikationsdichte in den Städten und gewachsenen Gemeinden im ländlichen Raum Thüringen als gemeinsame Handlungsebene von vielen Beteiligten im landespolitischen und kommunalpolitischen Raum in Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft, Wohlfahrtsverbänden, ambulanten Pflegedienst und mit engagierten Bürgerlnnen vor Ort neu gedacht und verstanden werden. Der Aufbau solcher sozialen Netzwerke im Wohnquartier bedarf zuallererst einem Paradigmenwechsel aller Beteiligten, bevor ein längerer Verbleib zu Hause, auch bei Hilfe- und Pflegebedarf im Wohnquartier möglich ist.

Die Fachtagung stellt ganz unterschiedliche Ansätze zur Quartiersstärkung vor und soll dazu anregen, diese wichtigen Zukunftsthemen für Thüringen weiter zu entwickeln.

Die Fachtagung ist eine Veranstaltung der Marie-Seebach-Stiftung Weimar.

Programm/Anmeldung

 

 

 

Fachtagung "Kommunalen Herausforderungen strategisch begegnen - Gesundheitsförderung als integriertes Gestaltungsprinzip", 24. November 2011

Rund 80 Teilnehmer kamen am 24.11.11 in der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen zusammen, um gemeinsam am Thema „Kommunalen Herausforderungen strategisch begegnen“ – Gesundheitsförderung als integrierendes Gestaltungsprinzip – zu arbeiten.
Städte und Gemeinden haben elementare Bedeutung für das Leben ihrer Bewohner. Durch die Art, wie sie ihren Anforderungen gerecht werden, beeinflussen sie u.a. die sozialen und gesundheitlichen Entwicklungen eines Landes. Der Strukturwandel, eine rückläufige und alternde Bevölkerung sowie knappe Kassen stellen die Kommunalpolitik vor große Herausforderungen. Sie lassen sich am ehesten meistern, wenn alle Beteiligten, wie Kommunalverwaltung und -politik, Vereine, Verbände, die örtliche Wirtschaft und Bürgerinitiativen, bereit sind, sich zu engagieren, zusammenzuarbeiten und gegebenenfalls neue Wege zu beschreiten.
Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden, bedarf es einer gesundheitsförderlichen Kommunalentwicklung, denn Gesundheitsförderung ist immer  auch Strukturentwicklung. Die Ausarbeitung geeigneter Strategien, die Vernetzung und Kooperation von Beteiligten, welche Gesundheit in der Kommune mit gestalten, bedürfen einer aussagekräftigen Datenbasis als Planungsgrundlage, die den Zusammenhang von sozialer und gesundheitlicher Lage der Bevölkerung kleinräumig widerspiegelt. Aufgrund der Komplexität und engen Verflechtung von Kommunalverwaltung und -politik können Veränderungen im Sinne einer engeren Vernetzung und Kooperation aller Beteiligten auch nur systemisch angegangen werden. 
Ziel der Tagung war es, die Teilnehmer für die Bedeutung, die Notwendigkeit und den Gewinn eines kommunalen gesundheitsförderlichen Handlungsprinzips zu sensibilisieren. Hierbei standen drei relevante Schwerpunkte im Mittelpunkt der Veranstaltung:

  • Erkennen von Gesundheit als kommunalen Standortfaktor
  • kleinräumige Daten als Basis von kommunalen Entscheidungen
  • gesundheitsförderliche Strukturbildung durch Vernetzung kommunaler Entscheider und Akteure

Zu diesen Schwerpunkten luden die Veranstalter am Vormittag den Sozialdezernenten des Rhein-Sieg-Kreises Hermann Allroggen, Frau Dr. Dagmar Starke von der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen Düsseldorf und Frau Dr. Birgit Böhm vom nexus-Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung Berlin ein.

Im Zentrum des Nachmittages standen Ideencafés, die dazu einluden, mit den Referenten ins Gespräch zu kommen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und neue Idee zu entwickeln.
Das Ideecafé 1 arbeitete zum Thema Struktur- und Qualitätsentwicklung. Den beiden Inputs war gemeinsam, dass die Entwicklung eines Leitziel oder einer Leitlinie Gesundheit in der Kommune dargestellt wurde. Ausgehend von den Inputs trugen die Teilnehmer zusammen, welchen Schulungsbedarf sie für Akteure der Thüringer Gesundheitsförderung sehen, um in diesen Prozessen Gesundheitsförderung positionieren zu können. Die Stärkung der Führungskompetenzen für Gesundheitsförderung wurde dabei intensiv diskutiert. Kompetenzen sind in diesem Zusammenhang

  • Kenntnisse der Organisationsentwicklung
  • Prozessmoderation und –gestaltung
  • Argumentationsketten für Gesundheitsförderung entwickeln, das bedeutet auch, Gesundheitsförderung zu „übersetzen“ für Akteure aus anderen Fachbereichen
  • Rhetorik
  • Führen von unten: Paradigmenwechsel im Rollenverständnis der Gesundheitsförderung: Was wollen wir bewirken, wie wollen wir es tun?! Weniger: Wie können wir die Effekte von Gesundheitsförderung beweisen?

Im Ideencafé zum Thema „Datenbasis“ wurde mit drei Thüringer Experten aus dem Thüringer Ministerium für Familie, Soziales und Gesundheit, dem Paritätischen Landesverband Thüringen und der Universität Jena zu Ansätzen der (integrierten) Berichterstattung diskutiert. Seitens der Teilnehmer bestand zum Thema großer Wissensbedarf bei gegenwärtigem Bewusstsein, dass Berichterstattung als Planungshilfe zu sehen (zu nutzen?) ist. Zielgerichtetes Planen und Handeln braucht eine kleinräumige Zusammenführung von Daten.
Im Zentrum des Ideencafés „Gesund Aufwachsen für alle“ standen die Handlungsemp-fehlungen „Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Kindern nachhaltig verbessern“ als ein Aspekt kommunaler Strategien zur Armutsprävention und der auf der Basis dieser Empfehlungen entwickelter Unterstützungs-, Lern- und Austauschprozess für und mit Kommunen (Partnerprozess). Die für diesen Prozess entwickelten Materialien, Werkzeuge und das Onlineangebot wurden vorgestellt und mit den Teilnehmern in Bezug auf ihre Anwendungsmöglichkeiten in der kommunalen Praxis diskutiert. Es stellte sich heraus, dass es in der Praxis sehr viel Engagement vorhanden ist, um kommunale Präventionsketten aufzubauen. Als hemmende Faktoren werden in diesem Prozess jedoch strukturelle und kommunikative Barrieren genannt. Zur Förderung eines gelingenden Austausches, Wissenstransfers und Lernprozesses zwischen Akteuren auf kommunaler Ebene aber auch über die Grenzen einer Kommune hinaus wurde der Partnerprozess als eine gute Unterstützungsmöglichkeit eingeschätzt. Auf der Basis der Ergebnisse des Ideencafés wird der Regionale Knoten Thüringen ein Konzept zur Etablierung des Partnerprozesses in Thüringen entwickeln.

Veranstalter der Fachtagung war die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. mit dem Regionalen Knoten Thüringen. Gefördert wurde dieser Fachaustausch durch die AOK-Plus, das TMSFG, der BZgA und prae-venio e.V. Die Tagung ist eingebettet in den Thüringer Gesundheitszieleprozess.

 

 

Dokumentation der Fachtagung "Kommunalen Herausforderungen strategisch begegnen - Gesundheitsförderung als integriertes Gestaltungsprinzip"

 

Tagungsdokumentation

 

Hermann Allroggen, Sozialdezernent Rhein-Sieg-Kreis und Vorsitzender Kivi e.V.
Gesundheitsförderung ist kommunaler Standortfaktor

Dr. Dagmar Starke, Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen Düsseldorf, Referentin für Epidemiologie und Gesundheitsberichterstattung
Gesundheitsförderung braucht kleinräumige Sozialdaten

Dr. Birgit Böhm, nexus-Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung Berlin, stellv. Geschäftsführung
Gesundheitsförderung bedeutet Strukturentwicklung (Folien)
Gesundheitsförderung bedeutet Strukturentwicklung (Vortrag)

Ideencafé 1: Struktur- und Qualitätsentwicklung:

Ursula Haag, Landeshauptstadt München, Leiterin der Abteilung Gesundheitliche Versorgung und Prävention
Gesundheit in der Stadtentwicklungsplanung

Dr. Stefan Nickel, Uniklinikum Hamburg/Eppendorf, Wiss. Mitarbeiter am Institut für Medizinische Soziologie, Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie
Kapazitätsentwicklung im Quartier (KEQ) - Evaluationsinstrumente zur Messung von Strukturbildung


Ideencafé 2: Datenbasis

Claudia Michelfeit, Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Vertreterin der Stabsstelle Strategische Sozialplanung
Thüringer Sozialstrukturatlas, Profil der Stabsstelle

Jochen Stöckmann, Der Paritätische Thüringen
Kompetenzzentrum Strategische Sozialplanung der LIGA und seine Aufgaben

Dr. Jörg Fischer, FSU Jena, Vertretungsprofessur am Institut für Erziehungswissenschaft
Kommunale Berichterstattung in Thüringen


Ideencafé 3: Gesund Aufwachsen für alle

Holger Kilian, Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V., Kooperationsverbund Gesundheitsförderung bei Sozial Benachteiligten
Handlungsempfehlungen "Gesundheitschancen von sozial benachteiligten Kindern nachhaltig verbessern" als ein Aspekt kommunaler Strategien zur Armutsprävention
Entwicklung lokaler Strategien zur Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit

 

 

 

Fachtagung "Förderung psychischer Gesundheit - ein gemeinsames Ziel für Thüringen", 4. Oktober 2011

Im Rahmen des vom TMSFG initiierten Projektes „Psychische Gesundheit im Thüringer Gesundheitszieleprozess“ fand am 4. Oktober 2011 eine Fachtagung in der Rotunde des Neuen Regierungsviertels Erfurt statt:

Mit der Fachtagung wurde die Bedeutung der psychischen Gesundheit in allen Lebensphasen und -bereichen herausgestellt. Im Rahmen von Expertenvorträgen wurde insbesondere auf Möglichkeiten der Förderung von psychosozialen Ressourcen in verschiedenen Lebensphasen (Kindes- und Jugendalter, Erwachsenenalter, zweite Lebenshälfte) eingegangen. Darüber hinaus bot die Fachtagung eine Plattform, um über Strategien zur Stärkung der psychischen Gesundheit für die Thüringer Bevölkerung im Rahmen des Gesundheitszieleprozesses zu beraten.

Programm/Anmeldung

 

 

Dokumentation der Fachtagung "Förderung der psychischen Gesundheit - ein gemeinsames Ziel für Thüringen"

"Was ist psychisch krank?"
Prof. Dr. Eckhard Giese, Fachhochschule Erfurt
Vortrag

"Lebenskompetenzförderung im Kindes- und Jugendalter"
Dr. Karina Weichold, Universität Jena
Vortrag
Programm IPSY
Programm nelecom
Programm SchuuuB-II

"Psychosoziale Ressorcen im Erwachsenenalter - Umgang mit Anforderungen von Familie und Beruf"
Prof. Dr. Dr. Constance Winkelmann, Business School Potsdam
Vortrag

"Psychisch gesund alt werden - Stärkung von Ressourcen für die zweite Lebenshälfte"
Prof. Dr. Gabriele Wilz, Universität Jena
Vortrag
Ressourcenorientierte Kurzzeittherapie für pflegende Angehörige

"Psychische Gesundheit im Thüringer Gesundheitszieleprozess"
Victoria Obbarius, Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V.
Vortrag

 

 

Fachtagung "Zukunft Prävention - Herausforderung seelische Gesundheit", 28. September 2011

„Es gibt keine Gesundheit ohne seelische Gesundheit“ (WHO)
Etwa ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zeigt psychische Auffälligkeiten und Störungen, wie Hyperaktivität, Depressionen oder allgemeine Gewaltbereitschaft. Bei rund 10 Prozent der Heranwachsenden besteht Beratungs- oder Therapiebedarf. Mehr als jeder zehnte Fehltag geht auf das Konto psychischer Erkrankungen. Fast jeder Dritte in Deutschland durchlebt in seinem Leben eine seelische Störung. Studien weisen darauf hin, dass psychische Erkrankungen in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen werden.
Es ist daher eine dringliche gesellschaftliche Aufgabe, tragfähige präventive Strategien und Konzepte zu entwickeln, um die seelische Gesundheit, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Menschen zu fördern.
Wie können wir gesunde Lebenswelten schaffen und die gesundheitlichen Ressourcen des Einzelnen stärken? Wie lassen sich psychische Störungen früher erkennen und vermeiden oder besser bewältigen? Welcher präventiven Strategien und Handlungsansätze bedarf es?
Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen wir uns anlässlich unserer Tagung in Berlin. Wir befassen uns mit Risiko- und Schutzfaktoren seelischer Gesundheit, mit erfolgreichen Interventionsansätzen aus der Praxis ebenso wie mit aktuellen Forschungsprojekten. Namhafte Experten diskutieren, welcher Handlungsbedarf sich aus den aktuellen Daten ergibt: Braucht Deutschland eine Strategie zur Förderung seelischer Gesundheit?

Die Tagung ist eine Veranstaltung des Kneipp-Bund e.V. gemeinsam mit der BARMER GEK und dem DAMiD e.V.

Termin
Mittwoch, 28. September 2011 von 10:30 bis 17:00 Uhr

Tagungsort
Auditorium Friedrichstraße
Friedrichstraße 180
10117 Berlin

Programm
www.zukunft-praevention.de/programm.html

Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bis 16.09.2011 an info@zukunft-praevention.de oder per Fax an 030/230 809 955

Ansprechpartnerin
Judith Rennkamp
Kneipp-Bund e.V. – Bundesverband für Gesundheitsförderung und Prävention
Friedrichstraße 183
10117 Berlin (Mitte)
Telefon: (030) 230 809 601

 

 

Fachtag "Depressive Erkrankungen verhindern, früh erkennen und nachhaltig behandeln", 14. September 2011

Veranstalter  des  Fachtages  ist  die  Klinik  für  Psychiatrie,  Psychotherapie  und  Psychosomatische Medizin  der  Thüringen-Kliniken  „Georgius  Agricola“ GmbH  in  Kooperation  mit  den Mitgliedern  der  Arbeitsgruppe  „Regionales  Netzwerk  gegen Depressionen“:  Sozialpsychiatrischer  Dienst  des Gesundheitsamtes  Saalfeld-Rudolstadt,  Klinik  Bergfried  Saalfeld  –  Dr. Ebel  Fachklinik  für  Psychosomatik  und  Psychotherapie,  Bildungszentrum  Saalfeld  GmbH  und  Gemeindepsychiatrische Kontakt-  und  Beratungsstelle der  Diakoniestiftung  Weimar  Bad Lobenstein gGmbH.

Depressive  Erkrankungen  haben  gravierende  negative  Folgen für  die  Betroffenen  und  ihre  Angehörigen.  Neben  dem  persönlichen  Leiden  der  Patienten  verursachen  sie  jedoch  auch hohe  Kosten  für  die  Sozialsysteme  durch  Arbeitsunfähigkeit, Krankengeldzahlungen  und  Frühberentung.  Deswegen  wurde das  Aktionsfeld  „Depressive  Erkrankungen  verhindern,  früh erkennen,  nachhaltig  behandeln“  von  der  Landesregierung  als eines  von  fünf  wesentlichen  Gesundheitszielen  im  Freistaat Thüringen  benannt  und  angeregt,  in  allen  Landkreisen  regionale Netzwerke gegen Depression aufzubauen.

Der  Fachtag  am  14.  September  2011  ist  Teil  dieses  Gesundheitszieleprozesses  und  wird  unterstützt  durch  das  Thüringer Ministerium  für  Soziales,  Familie  und  Gesundheit.  In  Vorträgen  (9.00  bis  11.15  Uhr),  Workshops  (13.00  bis  14.30  Uhr), einer  Podiumsdiskussion  (15.00  Uhr),  Informationsständen
(9.00  Uhr  bis  16.00  Uhr)  und  einer  abendlichen  Fortbildungsveranstaltung  für  Ärzte  und  Diplom-Psychologen  werden  die vielschichtigen  Probleme  im  Zusammenhang  mit  depressiven Erkrankungen  dargestellt.  Neben  der  interessierten  Öffentlichkeit  sind  Betroffene  und  Angehörige  sowie  Berufsgruppen und  Multiplikatoren,  die  mit  der  Thematik  depressiver  Erkrankungen konfrontiert sind, eingeladen.


Programm/Anmeldung

 

 

Sozialstrukturatlas 2011 für Thüringen vorgestellt, 27. Juni 2011

Die Thüringer Ministerin für Familie, Soziales und Gesundheit, Heike Taubert (SPD), hat den ersten Sozialstrukturatlas für den Freistaat Thüringen vorgestellt. Die Studie liefert laut Sozialministerin erstmals kompakte Basisinformationen über die Lebenslagen der Thüringer Bevölkerung. Wissenschaftlerinnen der Universität Gießen erstellten den Atlas auf Grundlage verfügbarer Datenaus den Jahren 2009 und 2010. Dabei sind zwischen den einzelnen Regionen große Unterschiede zu verzeichnen. Der Sozialstrukturatlas soll ein Werkzeug sein, um auf den unterschiedlichen Entscheidungsebenen die Sozialpolitik besser am tatsächlichen Bedarf auszurichten.

 

Mehr Informationen zum Sozialstrukturatlas 2011 finden Sie auf den Seiten des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit.

 

 

1. Thüringer Fachtagung zur Schulverpflegung, 22. Juni 2011

1. Thüringer Fachtagung zur Schulverpflegung der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen am Mittwoch, den 22.06.2011, von 10.00 Uhr bis 16.15 Uhr, im Sparkassen und Finanzzentrum, Bonifaciusstraße 14, 99084 Erfurt. Bei der Veranstaltung in Schirmherrschaft der Frau Ministerin Taubert wird auch der Startschuss für einen Schulwettbewerb zur Pausenverpflegung gegeben.

Namhafte Referenten werden Sie an diesem Tag zu Anforderungen, der Qualitätssicherung sowie der Ernährungsbildung und Speiseraumgestaltung informieren, Tipps geben und für Diskussionen zur Verfügung stehen. Die Vernetzungsstelle Schulverpflegung will an diesem Tag den Schulwettbewerb starten und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Ihre Anmeldung erbitten wir an die vernetzungsstelle(at)vzth.de bis zum 10.06.2011.

Wir freuen uns auf Sie!

Mit freundlichen Grüßen

Alexandra Lienig
Projektleiterin Vernetzungsstelle Schulverpflegung Thüringen
Verbraucherzentrale Thüringen e.V.  (vzth)
Consumer Organisation of Thuringia

Eugen-Richter-Straße 45, 99085 Erfurt
Tel.: 0361-5551423
Fax: 0361-5551440
Internet: www.vzth.de/schulverpflegung
eMail: a.lienig(at)vzth.de

Programm/Anmeldung

 

 

Werkstatt Quartier - Gemeinsam Kriterien guter Praxis der Gesundheitsförderung für die Arbeit mit sozial Benachteiligten erschließen, 26./27. Mai 2011

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über die Good Practice-Kriterien sowie Vertiefung einzelner Kriterien, auch nach aktuellem Bedarf. Als konkretes „Skill-Training“ werden Übungen zur Umsetzung der Kriterien, überwiegend in Kleingruppen, durchgeführt. Eigene Projekte bzw. Ideen für neue Projekte werden fiktiv durchgespielt und weiterentwickelt. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit externen Expert/innen reflektiert. Der Durchlauf der Kriterien ermöglicht es Ihnen, Programme und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention im Quartier konkret auf die Zielgruppen sozial Benachteiligter zuzuschneiden. Auf diese Weise stellen Sie sicher, keine wichtigen Schritte der Konzeption aus dem Fokus zu verlieren. Die Teilnehmenden erfahren in dieser Werkstatt Unterstützung, Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Arbeit, erhalten Strukturierungshilfen sowie Checklisten und Tools und abschließend ein Teilnahmezertifikat der BZgA.

Einladung / Anmeldung

 

 

Preisverleihung "Wir knüpfen Netzwerke für mehr Bewegung", 23. Mai 2011

Mit den Veränderungen von bislang bewährten Strukturen stellt die fortschreitende Urbanisierung eine große Herausforderung dar. Als Konsequenz bleibt, sich entsprechend den ablaufenden Veränderungen neu zu strukturieren, das heißt, neue Vernetzungen anzustreben. Unter einer definierten Thematik ver-eint, dient ein Netzwerk den Beteiligten durch gegenseitigen Informationsaustausch, Nutzung von Synergien und Bereitstellung kurzer Wege zur Schonung von Ressourcen und ermöglicht damit ein effektives Arbeiten. Besonders im Sinne des Anliegens von Gesundheitsförderung, Gesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verankern, ist es sinnvoll mit den verantwortlichen Personen verschiedener Ar-beitsbereiche gemeinsam zu wirken.
Als weitere Konsequenz einer zunehmenden Verstädterung als auch durch einen generellen Wandel im Lebensstil der Bevölkerung kommt es zu einem Mangel an körperlicher Aktivität. Körperliche Aktivität ist jedoch für die Gesundheit in jedem Alter von sehr großer Bedeutung und ist schon längst nicht mehr nur „Privatangelegenheit“.


Um diesem Mangel an körperlicher Aktivität gepaart mit unzureichenden Vernetzungsstrukturen entgegen zu wirken, wurde 2010 im Rahmen der Thüringer Ge-sundheitswoche zu Vernetzungsaktivitäten in den Landkreisen und kreisfreien Städten bzw. Kommunen aufgerufen. Gesundheitsförderung soll als selbstver-ständlicher Bestandteil laufender Maßnahmen und Programme integriert werden. Nun sollen die Gewinner geehrt werden!

Programm/Anmeldung

Die Pressemitteilung sowie Bilder der Veranstaltung finden Sie auf der Internetseite der AGETHUR.

 

 

Sport statt Medikamente, 4. Mai 2011

Erfurt - Am 4. Mai wird in der Landeshauptstadt das „Rezept für Bewegung“ eingeführt. Erfurt ist damit neben den Landkreisen Greiz, Altenburger Land und Hildburghausen die erste Thüringer Stadt, die ein regionales Netzwerk Gesundheit und Bewegung aufbaut. Zu der Auftaktveranstaltung um 17 Uhr im Haus der sozialen Dienste sind Ärzte, Sportvereine und Vertreter der Medien herzlich willkommen.

Mit der Präventionskampagne wollen der Landessportbund Thüringen, die Landesärztekammer Thüringen, die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen, der Thüringer Sportärztebund und das Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit mehr Thüringer zu Bewegung und Sport motivieren. Unerlässlich dabei ist die Mitwirkung von Ärzten. Mit dem „Rezept für Bewegung“ können Ärzte eine Empfehlung für Herz-Kreislauf-Training, zur Stärkung des Muskel-Skelettsystems, zur Entspannung oder zur Stressbewältigung in einem Sportverein geben. Ein stabiles Muskelkorsett kann Rückenbeschwerden vorbeugen, Nordic Walking das Wohlbefinden stärken. Das Rezept verordnet Sport statt Medikamente. Durch die Vorlage eines Formulars soll die Wichtigkeit und Eigenverantwortung körperlicher Aktivität bei den Patienten aller Altersklassen unterstrichen werden. Dazu bekommen die niedergelassenen Ärzte kostenloses Informationsmaterial zur Verfügung gestellt. So den Wegweiser Gesundheitssport, der für Erfurt konkrete Hinweise zu 403 gesundheitsorientierten Bewegungsangeboten in 37 Sportvereinen gibt. 113 der Angebote tragen das Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“, um Ärzten und  Bewegungseinsteigern Sicherheit bei der Kompetenz der Übungsleiter zu bieten.

Gefördert wird die Kampagne von der AOK PLUS – der Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen, der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (AGETHUR) und dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit. Bisher werden in Thüringen in 3.300 Angeboten mehr als 50.000 Mitglieder im Gesundheitssport betreut. Dieser Bereich des organisierten Sports wächst dynamisch und soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden.

Um Anmeldung für die Auftaktveranstaltung (Juri-Gagarin-Ring 150, 990984 Erfurt) beim Stadtsportbund Erfurt, Telefon 0361 7891950, wird gebeten. Weitere Informationen unter www.rezept-fuer-bewegung.de.

Landessportbund Thüringen e.V.
Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Silvia Otto
0361/34054-917
s.otto@lsb-thueringen.de
www.thueringen-sport.de

 

Programm/Anmeldung

 

 

 

 

Fachtagung "Wie gehts? - Frauen zwischen Job und Familie" - Psychische Gesundheit im frauenpolitischen Kontext, 2. Mai 2011

5. Fachtagung des Arbeitskreises Frauengesundheit des Landesfrauenrates Thüringen e.V. in Zusammenarbeit mit der Beauftragten für die Gleichstellung von Frau und Mann sowie der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. Die Fachtagung nimmt die Thematik der psychischen Gesundheit von Frauen auf, fragt nach den Mechanismen, stellt die vielfältigen Belastungen dar und diskutiert über Lösungswege.

Programm/Anmeldung

 

 

Dokumentation der Fachtagung "Wie gehts? - Frauen zwischen Job und Familie" - Psychische Gesundheit im frauenpolitischen Kontext


Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Privathaushalts und Familienwissenschaften, Universität Gießen
"Psychosoziale Belastungen junger alleinerziehender Mütter – Ressourcen und
Unterstützungsbedarfe"

Vortrag

Kerstin Keding, Verband der Ersatzkassen e.V.
"Solidarität und Eigenverantwortung - Leistungen der GKV"

Vortrag

 

 

 

Fachtagung "Jugendhilfe trifft Gesundheitsförderung - Zukunft gemeinsam gestalten", 31. März 2011

Um Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen, müssen Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitsförderung in Zukunft stärker kooperieren. Dies war das einheitliche Plädoyer des 13. Kinder- und Jugendberichts „Mehr Chancen für Gesundes Aufwachsen – Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe“ der Bundesregierung aus dem Jahr 2009. Wie eine solche Verzahnung in der Praxis konkret realisiert werden kann, wurde nun auf der Fachtagung „Jugendhilfe trifft Gesundheitsförderung - Zukunft gemeinsam gestalten“ am 31. März in Erfurt diskutiert.

Anlass der Veranstaltung war der Thüringer Landesbericht zu Folgerungen aus dem 13. Kinder- und Jugendbericht. Der 150-seitige Empfehlungskatalog fasst die Folgerungen aus dem 13. Kinder- und Jugendbericht für das Bundesland Thüringen zusammen. In Thüringen ist es gesetzlich geregelt, dass ein Landesbericht zum jeweiligen Bundesjugendbericht erstellt werden muss. Diesen Weg der Berichterstattung wählt bisher kein weiteres Bundesland. Der Landesbericht entstand unter Beteiligung der Fachverbände der Jugend-, Behinderten- und Sozialhilfe, der Landkreise und kreisfreien Städte sowie freien Trägern. Im Herbst des vergangenen Jahres der Landtag über die Folgerungen der Landesregierung aus dem 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung informiert.
„Wir haben uns in Thüringen intensiv mit dem 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung auseinandergesetzt. Daraus ist ein Landesbericht entstanden, der Empfehlungen für die Arbeit vor Ort gibt. Jetzt folgt mit der Fachtagung „Jugendhilfe trifft Gesundheitsförderung“ der nächste Schritt. Es geht darum, die Empfehlungen für die einzelnen Ebenen mit Fachleuten zu diskutieren und Schritte für die Umsetzung abzuleiten“, so Thüringens Sozialministerin Heike Taubert in Ihrer Eröffnungsrede.

Die Veranstaltung verstand sich sowohl als politischer Aufruf als auch eine Aufforderung an Akteure, Gesundheitsförderung und Jugendhilfe systematisch und strukturiert miteinander zu verknüpfen. Die Resonanz zeigte, dass insbesondere die Praxis ein großes Interesse am Thema zeigt und gemeinsamen Entwicklungen offen gegenübersteht. Über konkrete Beispiele hinaus standen vor allem gemeinsame Fachstandards zwischen Gesundheitsförderung und Jugendhilfe im Mittelpunkt der Diskussion.

Der Einladung des Thüringer Ministeriums für Soziales, Familie und Gesundheit und der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. – AGETHUR -, waren etwa 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugend-, Sozial-, Schul- und Gesundheitsämter, der freien Träger der Jugendhilfe, der Krankenkassen und der Einrichtungen der Gesundheitsförderung gefolgt.

 

Programm / Anmeldeformular

 

 

 

 

 

Dokumentation der Fachtagung "Jugendhilfe trifft Gesundheitsförderung - Zukunft gemeinsam gestalten"

 

Vorträge am Vormittag

"Gesundheitsförderung - nur ein lästiger Trend?"
Prof. Dr. Heiner Keupp
Vortrag

 

Workshops am Nachmittag

WS 1: Zukunftsvision gemeinsame Fachstandards - Potentiale und Grenzen

Holger Kilian
Vortrag

 

WS 2: Gesundheitsfördernde Kultur(en) schaffen

Dr. Dorit Helbig
Vortrag

Rica Braune
Praxisbeispiel Gut Drauf

Carmen Witzel
Praxisbeispiel Rothleimmühle Nordhausen

 

WS 3: Verborgene gesundheitsfördernde Ressourcen im Sozialraum - Kommune und Nachbarschaft

Uta Maercker
Vortrag

Christopher Dehn und Michael Dietzel
Praxisbeispiel Jena-Winzerla

Dr. Bodo Krug und Bettina Feller
Praxisbeispiel Nelecom

 

WS 4: Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsförderung als Angebote in der Familienbildung

Tamara Wedel
Praxisbeispiel Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Schmalkalden

 

WS 5: Gesundheitsförderung in der außerschulischen Jugendarbeit

Prof. Dr. Andreas Hanses
Vortrag

 

 

 

Besuch von Ministerin Heike Taubert in der AGETHUR, 11. März 2011

Am Freitag, 11.03.2011 besuchte die Thüringer Ministerin für Soziales, Familie und Gesundheit, Frau Heike Taubert, die Geschäftsstelle der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. (AGETHUR). Sie informierte sich umfassend über die Arbeitsgebiete, konkrete Maßnahmen und Ziele der Arbeit sowie Perspektiven und Visionen. Zentrales Thema war unter anderem der „Thüringer Gesundheitszieleprozess“. Darüber hinaus besichtigte sie die neuen Räume der Geschäftsstelle. Frau Ministerin Taubert zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit der AGETHUR und bot auch ihre weitere Unterstützung, v.a. im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben im Rahmen des Thüringer Gesundheitszieleprozesses an.

 

 

Thüringer Gesundheitsmesse, 5. und 6. März 2011

Die Thüringer Gesundheitsmesse findet am 5./6. März in der Messehalle in Erfurt statt. Sie bildet den Auftakt zur 19. Thüringer Gesundheitswoche, welche unter dem Motto steht: "Mit gesunder Seele das Leben ER-LEBEN".

 

 

Fachgespräch "Wege und Hilfen für Kinder aus Suchtfamilien", 16. Februar 2011

„Sucht“ ist eine Familienerkrankung, d.h. die Angehörigen Suchtkranker sind gleichermaßen von der Problematik betroffen. Das trifft vor allem auch auf die Kinder suchtkranker Eltern zu. Allein in Deutschland sind ca. 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren von der Suchterkrankung eines oder beider Elternteile betroffen. Doch obwohl die Fachöffentlichkeit die zentrale Bedeutung der Förderung von Schutzfaktoren dieser Kinder zunehmend diskutiert und Möglichkeiten konkreter Prävention und Intervention aufzeigt, sind Maßnahmen und Projekte für die Klientel nach wie vor unterbesetzt. Im Rahmen der diesjährigen bundesweiten Aktionswoche „Kinder aus Suchtfamilien“ soll dieser Fachkräfteaustausch vor allem die Mitarbeiter/innen der Suchtpräventionsfachstellen und Suchtberatungsstellen für das Thema Kinder suchtkranker Eltern sensibilisieren, über thüringenweite Angebote informieren, ihnen praxisnah Hilfemöglichkeiten aufzeigen und in einem gemeinsamen Gespräch mögliche Bedarfe und Unterstützungsmöglichkeiten für die zukünftige Praxis herausstellen.

Die Fachkräfte sollen: über das Thema sowie thüringenweite Maßnahmen informiert werden, Ansätze und Möglichkeiten von Hilfen kennen lernen, sich über die eigenen Erfahrungen austauschen, im gemeinsamen Gespräch mögliche Bedarfe und Hilfestellungen für die Praxis herausstellen und formulieren.

 

Programm/Anmeldung